Bürgerhaus
„Platz an der Linde“
Sanierung - Umbau - Erneuerung
Die Initiative „Bürger für das Bürgerhaus“ ist in all den Jahren immer dafür eingetreten, das Bürgerhaus in seiner ursprünglichen Form und seinem Nutzungsinhalt zu erhalten.
Nach fast 47 Jahren seit der Einweihung des Gebäudes haben sich die Gemeinde und die Bürgerschaft weiterentwickelt. Das Freizeitverhalten, Vereinstätigkeit und Kultur haben sich verändert. Darauf ist bei der Sanierung Rücksicht zu nehmen. Dies hat sich auch in den umfangreichen Gesprächen unter den Mitgliedern der Initiative bestätigt. Um die verschiedenen vorhandenen Nutzungen und Abläufe zu verbessern oder gar zu optimieren, ist es durchaus sinnvoll den zurzeit vorhandenen Baukörper zu ergänzen bzw. zu verändern. Eine großzügige Veränderung oder Erweiterung der Anlage (Auf den Parkplatz) bzw. Teilabriss und Verlegung von Nutzungen wird jedoch nicht beabsichtigt.
Die folgend genannten Punkte und Maßnahmen der Sanierung bilden unserer Meinung nach eine gute Grundlage für die weiteren Gespräche mit der Gemeinde. Sie können ein Gerüst sein für die Fachleute der verschiedenen Fachbereiche, die bei der Durchführung der Sanierungsmaßnahme notwendig sind.
Sie können auch Grundlage sein für erste Kostenschätzungen über die Gesamtkosten der Sanierung. Die Fördermöglichkeiten für eine solche Sanierung sind nach unseren Recherchen erheblich. Sie werden die Kosten der Sanierung deutlich senken. Die genaue Größenordnung lässt sich jedoch erst dann ermitteln, wenn die endgültige Planung abgeschlossen ist.
Für die Initiative ist es sehr wichtig, dass nach einer erfolgreichen Sanierung des Bürgerhauses dieses wieder zu einem wichtigen Teil des Sulzbacher Kultur und Freizeitlebens wird. Wir verbinden damit den Wunsch, dass dann wieder viele private Feste in den Räumlichkeiten stattfinden, Veranstaltungen gerade auch für jüngere Mitbürger angeboten werden. Wenn möglich auch wieder Veranstaltungen der Gemeinde in das Bürgerhaus verlegt werden. Vereine und Verbände sich im Bürgerhaus etablieren um dort Gymnastik, Sprachen, Musikschule, Ausstellungen oder auch Bastelnachmittage für die ganze Familie anzubieten (das sind nur einige Beispiele). Wiederkehrende Veranstaltungen im Ort sollten auf den Lindenplatz und in das Bürgerhaus zurückgebracht werden.
Die wichtigsten Punkte:
1. Räumliche Erneuerung der Gaststätte, Küche-Lagerung-Technik-Versorgung-Anlieferung-Kühlung EG.
- Größe der Gaststätte beibehalten
- Inneneinrichtung und Raumgestaltung verbessern (kein Gefühl einer Bahnhofsgaststätte)
- Beibehaltung der Kollegräume 1+2 in der Gaststätte
- Vereinsraum erhalten, techn. Umbau zum „Multifunktionsraum“ (Seminare, VHS, Schulungen, Sitzungen ec.)
- Umbau der Küche mit angegliedertem Lagerraum und Kühlraum (kurze Wege)
- Sonstige Nebenräume (Büro, Personal) anpassen
- Anschluss an Aufzug (Barrierefreiheit-behindertengerecht)
2. Sanitäre Einrichtungen Gaststätte, Verlegung in das EG
- Toiletten ins Erdgeschoss verlegen, Behinderten-Toilette vorsehen
- Beibehaltung und Erneuerung der sanitären Anlagen der Kollegräume und des Vereins-Raums
- Direkter Zugang von den Toiletten zur Außen Gastronomie
3. Saal OG, Vergrößerung Lager, Garderobe im OG - WC-Nebenräume, Böden, Bühne, Technik, Licht
- Beibehaltung der Treppenanlage in das Obergeschoss
- Innenausstattung Saal beibehalten und nur sanieren (Spiegel, Decken, Teilung)
- Erneuerung Fußböden
- Lagerflächen für Möblierung und Bühnenausstattung erweitern, direkter Zugang zur Bühne (Hebebühne)
- Garderobe für Saalnutzung in das OG verlegen
- WC- Anlagen sanieren
- Künstlergarderobe erneuern, ev. zwei vorsehen
- Licht- und Tontechnik für Saal und Bühne komplett erneuern, Beleuchtung aus Saalbereich, feste Anschlüsse im Saal für Ton-Licht-Bild-PC mit Verbindung zur Bühne (über Patschfeld/Switch), alles leicht bedienbar
- Anschluss an Aufzug (Barrierefreiheit-behindertengerecht)
- Überprüfung weiterer Räume für Vereine mit variabler Nutzung
4. Erweiterung und Verbesserung Service OG, Küche-Vorrat-Kühlung-Anlieferung
- Vergrößerung der Küche zum Saal
- Beibehaltung eines Essensaufzugs
- Erweiterung der Kühlmöglichkeiten
- Theke zum Saal
- Anschluss an Aufzug (Barrierefreiheit-behindertengerecht)
- Fluchtwege optimieren
5. Barrierefreiheit in allen Geschossen
- Zugang zum Haupteingang am Platz an der Linde durch behindertengerechte Rampe
- Keine Stufen und Absätze im EG und OG
- Rückseitige Erschließung barrierefrei
- Erschließung aller Geschosse barrierefrei
- Zugang zur Bühne aus Fluchtweg versetzen
6. Erneuerung gesamtes Kellergeschoss, Räume für Vereine Lager Außen Gastronomie, Keller für Wohnungen ec.
- Schaffung von Lager- und Archivmöglichkeiten für Vereine, Gemeinde, Gastronomie und Wohnungen
- Lager für Außen Bewirtschaftung mit direkter Verbindung
- ev. Fläche für Historisches Archiv
- Anschluss an Aufzug (Barrierefreiheit-behindertengerecht)
7. Dachgeschossausbau (2. OG) überarbeiten, geförderte Wohnungen, eventuell Vereinsräume, Erschließung
- Ehemalige Vereinsräume/ Sitzungsräume sowie Nebenräume in Wohnungen umbauen
- Vorhandene Wohnungen sanieren
- Öffentliche Förderung prüfen
- Lüftungszentrale baulich anpassen
- Anschluss an Aufzug ( Barrierefreiheit-behindertengerecht)
8. Erneuerung der gesamten Technik im Haus, Sanitär-Heizung-Elektro, Lüftung
- Sanitärinstallation erneuern
- Modernisierung der sanitären Anlagen
- ev. Grauwassernutzungsanlage einbauen (wenn technisch möglich und sinnvoll)
- Strangsanierung, Austausch der Rohrleitungen, Prüfung der Pumpen
- Heizungsanlage überprüfen (Wirtschaftlichkeit) Einbau Wärmepumpe, Bauart der Grundversorgung
- Errichtung eines Nahwärmenetzes prüfen – Einbindung umliegender Bauten wie Kirche. Kita, Pfarrheim
- Glasfaseranschluss
- Lüftungsanlage gem. Baugenehmigung fertigstellen, durch die Sanierungsmaßnahme erforderlichen Ergänzungen einbauen
9. Energetische Sanierung des ganzen Gebäudes
- Alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um mindestens ein Effizienz Haus- Standard KFW 85 oder besser zu erreichen
- Fördermöglichkeiten überprüfen
- Fassadendämmung, Fenster, Türen, Dach
- Weitere Energieeinsparung durch Überarbeitung des gesamten Beleuchtungskonzepts,
- Solarthermie, Photovoltaikanlage ec.
10. Brandschutz auf den neuesten Stand bringen
- Brandschutzauflagen aus der Baugenehmigung von 2012 erfüllen, neue Auflagen aus der Sanierung berücksichtigen
11. Verbesserung des architektonischen Gesamtbildes
- Dachdeckung erneuern (Ziegel/Schiefer)
- Überprüfung des Dachstuhls (Tragfähigkeit)
- ev. Neubau eines Satteldachs auf dem vorderen Gebäudeteil
12. Außenanlagen
- Beibehaltung des Biergartens
- Auflösung des Wirtschaftshofs
- Überarbeitung des Parkplatzes
